Superfood: TOP 10 Liste gesunder Lebensmittel


Startseite Startseite Gastronomie Magazin Gastronomie Magazin

11.08.2016 22:19
In Zeiten, in denen sich vieles um Gesundheit und Fitness dreht, hat ausgewogene Ernährung mit vitamin- und energiereichen Lebensmitteln absolute Hochkonjunktur. Die Verbraucher wünschen sich den köstlichen Snack, der alle wichtigen Nährstoffe enthält, die Gesundheit fördert, aber keinesfalls die Figur aus den Fugen geraten lässt. Superfood könnte eine Alternative sein, Gesundheit mit Geschmack zu verbinden.

Superfood: nur einen Markenbegriff?



Seit Beginn des 20. Jahrhunderts kursiert der englische Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch. Als Superfood gelten nährstoffreiche Lebensmittel, die besonders vorteilhaft für die Gesundheit sind. Ihr tatsächlicher Nutzen ist aber keinesfalls wissenschaftlich bewiesen. Aufgrund dessen verbietet die Verordnung mit behaupteter Gesundheitswirkung (Health-Claims-Verordnung) der EU den Gebrauch des Begriffs für Werbezwecke. Dennoch ist Superfood nicht nur ein Markenbegriff für Geschäftemacher. Schon Hildegard von Bingen oder Maria Treben beschrieben Pflanzen, deren Inhaltsstoffen die Gesundheit fördern.

Brennnessel
© Hans (Pixabay)

Brennnessel: eine zu unrecht verschmähte Wildpflanze



Würdenträger, Könige oder Gelehrte: Sie alle waren von der heilsamen Wirkung der Brennnessel überzeugt. Selbst Krankheiten wie Gelbsucht versuchte Paracelsus mit dem Saft der Pflanze zu vertreiben. Tatsächlich stecken in der Brennnessel viele Stoffe wie Flavonoide, Mineralien und Vitamine, die der menschliche Körper für die gesunde Ernährung dringend benötigt. Mit 30 % Eiweiß in der Trockenmasse ist die Brennnessel ein optimales Lebensmittel für die kalorienarme Kost. Als Salat, Smoothie, Saft oder in Form von Spinat schmeckt die Wildpflanze besonders gut.


Heidelbeeren
© Unsplash (Pixabay)

Heidelbeere: schmackhafte Kost artenarmer Wälder



Dass Kuchen, Marmelade oder Hefeklöße mit Heilbeeren überaus gesund sein können, vermuten nur die Wenigsten. Heidelbeeren sind sehr vitaminreich. Vitamin C und E belegen die Spitzenplätze. In geringen Mengen kommen Vitamin B6, A und B9 vor. Kalzium, Kalium und Eisen sind unverzichtbare Spurenelemente, die der Körper für wichtige Synthesen benötigt. Superfood-Status erhält die Heidelbeere aber aufgrund der in ihr enthaltenen Flavonoide und Anthocyanen. Sie sollen wachstumshemmend auf körperfremde Zellen im Dickdarm wirken.


Acai Beeren
© Luis Echeverri Urrea (Fotolia)

Açai-Beere: Der Ruf eilt ihr voraus



Die Beere ist die Frucht der in Südamerika heimischen Kohlpalme. Sie gilt als reich an Vitamin C und A. Auch Kalzium und Eisen sind wichtige Inhaltsstoffe. Mit 12,5 % Linolensäure enthält die Beere eine ungesättigte Fettsäure. Neben Vitaminen und Mineralien sind es vor allem die Antioxidantien, die der Beere den Ruf als Superfood einbringen. In Europa wird die Frucht in Pulverform vermarktet. Es lässt sich als Shake, Smoothie, Saft oder Dessert verarbeiten. Für europäisch trainierte Gaumen ist der als fettig, nussig und erdig beschriebene Geschmack der Frucht sicher gewöhnungsbedürftig.


Goji Beeren
© andreas-eatbetter (Pixabay)

Goji-Beere: in Mitteleuropa als Neophyt heimisch



Goji-Beere klingt asiatisch und wenig nach einer Frucht, die es inzwischen auch in Mitteleuropa gibt. Sie wächst am Gemeinen Bocksdorn, einem Nachtschattengewächs, dass es erst durch menschlichen Einfluss (Neophyt) bis in europäische Breitengrade geschafft hat. Ursprünglich in China heimisch setzen die Asiaten schon lange auf die heilsame Wirkung der Beeren. Ihre vielen guten Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Aminosäuren und Antioxidantien sollen gegen die bekannten Volkskrankheiten (Bluthochdruck und Diabetes), aber auch gegen Erkältungen und Unfruchtbarkeit helfen. Die Beere stärkt das Immunsystem und wirkt gegen Altern, so behaupten es zumindest die Chinesen. Als Saft oder getrocknete Früchte geben sie Müsli, Joghurt oder Smoothies einen eigenen Geschmack.


Chia Samen
© fesehe (Pixabay)

Chiasamen: Die Inhaltsstoffe gleichen dem heimischen Leinsamen



Die Superfood-Eigenschaft erhält der Chiasamen durch seinen hohen Anteil an Eiweiß und ungesättigten Fettsäuren wie Omega 3, 6 und 9. Zusätzlich ist er reich an Mineralien sowie Vitamin A. Den aus Mexiko stammenden Samen essen die Ureinwohner getrocknet oder roh. Hierzulande gibt es die kleinen Körner in Säften, Shakes und Smoothies sowie im Pudding, Salat oder Brei.


Gerstengraspulver
© emuck (Fotolia)

Gerstengras: nicht Ähren, sondern Blätter sind gefragt



Es bedarf einen Moment des Verstehens: Nicht die Ähren sind so richtig gesund, sondern die jungen, grünen Blätter der Gerste. Mit viel Chlorophyll und Ballaststoffen strotzen sie zudem von Vitamin D, C und E sowie Eisen und Folsäure. Die Blätter werden frisch oder gefriergetrocknet konsumiert. In Smoothies, Wasser oder Säften aufgelöst entfalten sie ihre basische Wirkung. Auch Weizen- und Dinkelgras gelten als Superfood.


Maca
© Ildi (Fotolia)

Maca: eine Kresse aus den Anden



Die Maca-Pflanze ist in Peru zu Hause. Gebacken oder als süßer Brei gekocht verzehren die Bewohner der Anden die Knolle, die reich an Aminosäuren, Eisen und Kalzium ist. Ungesättigte Fettsäuren wie die Linolensäure sowie ein hoher Anteil an Eiweiß machen die Pflanze zu einem gesunden Lebensmittel. Alle Inhaltsstoffe stärken das allgemeine Wohlbefinden und erhöhen die Belastbarkeit. In Smoothies und Saft sowie im Brei oder Müsli sind die getrockneten Knollen zu finden.


Kurkuma
© emuck (Fotolia)

Kurkuma: neben Curry und Safran in Indien beliebt



Der Wirkstoff der Pflanze heißt Kurkumin. Das gelbe Kurkumapulver ist neben Curry und Safran ein wichtiges Gewürz der indischen Küche. Kurkumin blockiert einige Enzyme, die bei Entzündungen eine wichtige Rolle spielen. Kurkuma wird die Stimulierung des Immunsystems sowie die Normalisierung des Cholesterinspiegels nachgesagt. Als Gewürz passt es zu Reisgerichten, Huhn, Fisch und in Eintöpfe.


Hanfsamen
© kostrez (Fotolia)

Hanf: als Superfood neu entdeckt



Hanf hat sich vornehmlich als Rauschmittel einen Namen gemacht. Dabei ist die Pflanze viel mehr als Marihuana oder Haschisch. Sie enthält viel Eiweiß und ist reich an ungesättigten Fettsäuren. Fast 90 % enthalten sind essenzielle Fettsäuren wie Linolsäure, Alpha- und Gamma-Linolensäure. Hanföl ist in der Küche eine gute Alternative zu den üblichen Ölen. Die Samen der Pflanze können roh oder geröstet in Salaten, Aufstrichen oder Säften verwendet werden. Im Gebäck wirkt das nussartige Aroma von Hanf besonders würzig.


Petersilie
© gulzerhossain (Pixabay)

Petersilie: ein heimisches Gewürz mit Power



Warum in die Ferne schweifen, wenn Superfood vor der Haustür wächst? Petersilie ist reich an Vitamin C. Dazu kommt viel Chlorophyll, das harmonisierend wirkt und die Gelassenheit fördert. Experten bezeichnen den grünen Pflanzenstoff als Tranquilizer, der entspannt, beruhigt und Angst löst. Petersilie passt als klein geschnittenes Gewürz zu jedem Gericht und darf in gesunden Smoothies und Säften nicht fehlen.


Der gute Tipp zum Schluss



Einheimisch angebaute oder wild wachsende Pflanzen wie Giersch, Löwenzahn, Brennnessel, Heidel- oder Brombeeren enthalten alle wichtigen Stoffe, die für eine gesunde Ernährung notwendig sind. Aus der Ferne eingeflogene Beeren, Tees oder Pulver toppen sie allemal. Setzen Sie auf Frische, Qualität und ausreichend Grünes, dann wird jedes Gericht zu einem wahren Superfood. Gepaart mit ein wenig Kreativität in der Küche können Sie Altbewährtem vertrauen und dennoch mit der Zeit gehen.
Auf Google+ teilen
Auf Twitter teilen

Startseite Startseite Gastronomie Magazin Gastronomie Magazin


 

Website © by melwindesign.com
All rights reserved.


Impressum | Werbung | AGBs und Datenschutzbestimmungen