Ablaufdatum & Haltbarkeit von Lebensmitteln


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12.09.2016 17:59
Mindesthaltbarkeitsdatum
© shootingankauf (Fotolia)
Ein Gastronomie-Betrieb lebt von der Leidenschaft seiner Betreiber und zufriedenen Gästen. Nur weniges schadet Ihrem Speiselokal mehr, als wenn verdorbene Lebensmittel auf den Tellern Ihrer Kundschaft landen. So gehört es für jeden Gastronomen selbstverständlich dazu, die Frische seiner Produkte täglich zu überprüfen. Augen, Geschmack und Nase sind dabei nach wie vor die wichtigsten Instrumente und verraten oft schon genug über den Zustand der Lebensmittel. Dennoch sollten Sie sich ebenso am Ablaufdatum und dem Haltbarkeitsdatum orientieren.

Sind Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums grundsätzlich verdorben?



Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) sagt nichts darüber aus, ob ein Lebensmittel noch zum Verzehr geeignet ist. Vielmehr macht das MDH Angaben darüber, wie lange ein Produkt bei fachgerechter Lagerung mindestens seine typischen Merkmale behält. Dazu zählen Geschmack, Farbe, Konsistenz und Geruch ebenso wie die enthaltenen Nährstoffe. Richtig gelagert und in der geschlossenen Verpackung können Sie sich also auf das MDH verlassen. Lebensmittel in geöffneten Verpackungen oder solche, die beispielsweise zu warm gelagert werden, können hingegen schneller ihre typischen Eigenschaften verlieren.

Ist das MHD abgelaufen, heißt das noch lange nicht, dass das Lebensmittel dann auch verdorben ist. So löst ein abgelaufenes MDH auch kein Verkaufsverbot aus. In diesem Fall sollten Sie, wie sonst auch, die Produkte vor der Zubereitung gründlich prüfen und bei leichten Veränderungen lieber sofort entsorgen.

In Österreich unterliegen die meisten Lebensmittel der Auszeichnungspflicht und müssen mit einem MDH versehen werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind lediglich Produkte, die besonders lange ohne Qualitätsbeeinträchtigung haltbar sind. Dazu zählen beispielsweise Zucker oder auch alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von mindestens 10 Volumenprozent. Ebenso von der Verpflichtung zur Angabe eines MDH ausgenommen sind solche Lebensmittel, die naturgemäß schnell verzehrt werden müssen. Dazu gehören bestimmte Backwaren, Obst und Gemüse.

Was bedeutet ein Ablaufdatum?



Anders als beim MDH sind Lebensmittel, bei denen ein „zu verbrauchen bis…“-Datum angegeben ist, nach Ablauf dieses Datums nicht mehr für den Verzehr geeignet. Dabei handelt es sich um recht empfindliche Lebensmittel, die schnell verderben. Ist das Ablaufdatum erreicht, dürfen diese Produkte nicht mehr verkauft oder verwendet werden. Selbst wenn die Produkte noch frisch wirken, besteht die Gefahr, dass sich Bakterien und Keime gesundheitsgefährdend vermehrt haben. Auch hier gilt natürlich, dass Sie die Produkte unabhängig vom Ablaufdatum entsorgen sollten, wenn sie sich farblich, vom Geruch oder der Konsistenz her verändert haben.

Mit dem MDH und dem Ablaufdatum erhalten Sie also unverzichtbare Orientierungshilfen für den Umgang mit Lebensmitteln. Dabei bleiben die richtige Lagerung und Ihre persönliche Fachkenntnis unersetzlich.
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